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Glossar

Fachbegriffe rund um Feste Zähne verständlich erklärt.

Technische Ausdrücke können einschüchtern. Dieses Glossar übersetzt die wichtigsten Begriffe aus Implantologie und Knochenaufbau in klare, alltägliche Sprache – damit Sie Ihren Behandlungsplan entspannt verstehen.

Abutment

Prothetik & Material
Das Verbindungsstück zwischen dem im Knochen verankerten Implantat und dem sichtbaren Zahn. Es wirkt wie ein kleines Zwischenglied, auf das später die Krone oder Brücke aufgeschraubt wird.

All-on-X

Prothetik & Material
Versorgungskonzept, bei dem ein kompletter Zahnkranter (alle Zähne eines Kiefers) auf nur vier oder sechs Implantaten befestigt wird. Es ermöglicht oft eine feste Versorgung auch bei starkem Knochenabbau, ohne jeden Zahn einzeln zu implantieren.

Allogener Knochen

Knochenaufbau
Aufbereiteter Knochen eines menschlichen Spenders. Er wird industriell gereinigt und sterilisiert und dient als Gerüst, auf dem sich körpereigener Knochen neu aufbaut – ohne zusätzlichen Entnahmeort am Patienten.

Alloplastisches Knochenersatzmaterial

Knochenaufbau
Künstlich hergestelltes Material wie Hydroxylapatit oder Tricalciumphosphat, das langsam vom Körper abgebaut oder in eigenen Knochen umgebaut wird. Es eignet sich, wenn Eigenknochen oder Spendermaterial nicht gewünscht sind.

Alveole

Grundlagen
Das kleine Fach im Kieferknochen, in dem die Wurzel eines natürlichen Zahns verankert ist. Wird ein Zahn entfernt, bleibt die Alveole als leeres Häuschen zurück und heilt im Lauf der Wochen mit Knochen aus.

Atrophie

Grundlagen
Der Rückgang von Gewebe – hier des Kieferknochens. Ohne die Belastung durch Zahnwurzeln baut sich der Knocher im Laufe der Jahre ab (Kieferkammresorption). Augmentation gleicht diesen Verlust wieder aus.

Augmentation

Knochenaufbau
Der medizinische Begriff für Knochenaufbau. Dabei wird Knochen dort wiederhergestellt, wo er durch Zahnverlust, Entzündung oder Abbau verloren ging, damit ein Implantat stabilen Halt findet.

Autogener Knochen (Eigenknochen)

Knochenaufbau
Knochen, der dem Patienten an einer eigenen Stelle entnommen und an der fehlenden Kieferstelle wieder eingesetzt wird. Er wächst besonders gut ein, erfordert aber einen zweiten, kleinen Entnahmeort – etwa aus dem Kinn oder der retromolaren Region.

BMP (Knochen-Wachstumsproteine)

Knochenaufbau
Bone Morphogenetic Proteins sind körpereigene Signalstoffe, die Knochenwachstum anregen. Als biotechnologische Ergänzung können sie gezielt eingesetzt werden, um schwierige Defekte schneller knöchern aufzufüllen.

Bone Splitting / Knochenspreizung

Knochenaufbau
Technik bei zu schmalem Kieferkamm: Der Knochen wird wie ein Buch leicht gespalten und sanft gespreizt, um Breite für ein Implantat zu gewinnen – oft ohne zusätzliches Knochenmaterial.

CAD/CAM

Diagnostik & Planung
Computerunterstützte Konstruktion und Fertigung von Zahnersatz. Aus digitalen Scandaten werden Kronen, Brücken oder Abutments passgenau am Computer entworfen und maschinell gefräst – präzise und schnell.

Distraktionsosteogenese

Knochenaufbau
Verfahren, bei dem ein zu niedriger Kieferabschnitt schrittweise in die Länge „gezogen“ wird. Der Körper bildet zwischen den getrennten Knochenenden frischen Knochen nach – wie bei einem langsamen Wachstum.

DVT

Diagnostik & Planung
Die Digitale Volumentomographie ist ein dreidimensionales Röntgenverfahren. Sie liefert ein räumliches Bild des Kiefers mit Knochenhöhe, -breite und Nervenverlauf und ist die Basis für die sichere Implantatplanung.

Enossales Implantat

Grundlagen
Ein im Knochen („enossal“) verankertes Implantat – meist eine Titanschraube. Es ersetzt die Wurzel eines fehlenden Zahns und wächst fest mit dem Kieferknochen zusammen.

Freilegung

Chirurgie & Knochenaufbau
Zweiter kleiner Eingriff nach der Einheilphase: Das unter der Schleimhaut ruhende Implantat wird freigelegt, damit das Abutment und später der Zahnersatz eingesetzt werden können. Bei manchen Verfahren entfällt dieser Schritt (transgingivale Technik).

GBR / Membran

Knochenaufbau
„Guided Bone Regeneration“ (geleitete Knochenregeneration). Eine winzige Membran schützt das eingebrachte Knochenmaterial und hält weiches Gewebe fern, damit sich Knochen ungestört neu bilden kann.

Gingiva

Grundlagen
Das Zahnfleisch. Gesundes, anliegendes Zahnfleisch schützt den Übergang zwischen Implantat und Mundraum und ist wichtig für langfristigen Erfolg und Ästhetik.

Heilphase / Osseointegration

Chirurgie & Knochenaufbau
Die Zeit, in der das Implantat fest mit dem Knochen zusammenwächst (Osseointegration). Sie dauert im Oberkiefer meist einige Wochen bis Monate; erst danach wird der Zahnersatz belastet.

Hydroxylapatit-Beschichtung

Prothetik & Material
Eine hauchdünne keramische Schicht auf der Implantatoberfläche. Hydroxylapatit ist der natürliche Mineralanteil des Knochens und kann das Einwachsen beschleunigen, besonders bei schwieriger Knochenqualität.

Implantatgewinde (Form)

Prothetik & Material
Das Profil der Schraube am Implantat. Unterschiedliche Gewinde (kompakt, selbstschneidend oder zylindrisch) passen sich der Knochen­qualität an und sorgen für festen Halt schon beim ersten Drehmoment.

Implantatoberfläche (SLA / strukturiert)

Prothetik & Material
Die raue Oberfläche der Implantat­schraube, meist durch Sandstrahlen und Säureätzung erzeugt. Diese Mikrorauheit vergrößert die Kontaktfläche und hilft dem Knochen, sich schneller und fester mit dem Implantat zu verbinden.

Intraoraler Scanner

Diagnostik & Planung
Ein kleines Handgerät, das den Kiefer und die Zähne dreidimensional digital erfasst – ohne klassischen Abdruck mit Masse. Die Daten gehen direkt in die Planung und Fertigung des Zahnersatzes ein.

Keramikimplantat (einteilig)

Prothetik & Material
Implantat aus Zirkonoxid in einem Stück, also Schraube und Abutment verbunden. Es ist metallfrei, sehr ästhetisch und entfällt der Übergang zwischen zwei Materialien – die Reinigung ist dadurch besonders einfach.

KI-generiertes Bildmaterial

Über diese Seite
Personenbezogene Abbildungen auf dieser Seite sind computergenerierte, stilisierte Illustrationen – keine Fotos echter Patient:innen. Sie dienen ausschließlich der anschaulichen Darstellung und schützen die Privatsphäre realer Behandelter. Das kleine geometrische Zeichen an den Bildern kennzeichnet solche KI-generierten Darstellungen.

Kieferkamm

Grundlagen
Der obere Knochensaum des Kiefers, auf dem die Zähne sitzen. Nach Zahnverlust bildet er sich mit der Zeit zurück; ein ausreichend breiter und hoher Kieferkamm ist Voraussetzung für ein Implantat.

Knochenaufbau

Knochenaufbau
Wird Knochen für ein Implantat zu schmal oder zu niedrig, wird er wieder aufgebaut. Das geschieht mit eigenem Knochen, Knochenersatzmaterial oder einer Kombination – oft gleichzeitig mit der Implantation.

Knochenblock

Knochenaufbau
Ein Stück körpereigener Knochen, das an einer schmalen Kieferstelle fixiert wird, um Breite aufzubauen. Nach dem Einheilen entsteht eine stabile Grundlage für das Implantat.

Knochenersatz-Granulat (Partikel)

Knochenaufbau
Feine Körnchen aus Knochenmaterial, die in einen Knochendefekt eingebracht werden. Sie stützen die Wunde und dienen als Gerüst, in das nach und nach körpereigener Knochen einwächst.

Knochenersatzmaterial

Knochenaufbau
Künstliches oder aufbereitetes Material, das anstelle von Eigenknochen den Knochenraum stützt und als Leitgerüst für neuen Knochen dient. Oft schonender, da kein zweiter Entnahmeort nötig ist.

Mukositis

Nachsorge & Risiken
Eine leichte Zahnfleischentzündung am Implantat, noch ohne Knochenverlust. Sie ist oft Vorstufe der Periimplantitis und gut durch professionelle Reinigung rückgängig zu machen.

PEEK

Prothetik & Material
Ein hochfester, körperverträglicher Kunststoff, der gelegentlich für Abutments oder Pfeiler eingesetzt wird. Er ist röntgenreundlich und kann für allergie- oder metallbelastete Patienten eine Option sein.

Periimplantitis

Nachsorge & Risiken
Eine Entzündung an einem Implantat mit Knochenabbau rund um die Schraube. Wird früh erkannt ist sie behandelbar; regelmäßige Nachsorge und Prophylaxe schützen davor.

PRF (Platelet-Rich Fibrin)

Knochenaufbau
Aus einer kleinen Blutprobe des Patienten gewonnenes fibrinreiches Gel. Es enthält körpereigene Wachstumsfaktoren und beschleunigt die Heilung von Knochen und Weichgewebe – ganz ohne Fremdmaterial.

Reintitan (Grade-4 Titan)

Prothetik & Material
Besonders reines Titan (Commercially Pure), das für seine hervorragende Verträglichkeit und feste Verbindung mit dem Knochen bekannt ist. Es ist der Klassiker unter den Implantat-Materialien und wird seit Jahrzehnten millionenfach eingesetzt.

Resorbierbare Membran

Knochenaufbau
Eine Schutzmembran, die sich nach einigen Wochen von selbst im Körper auflöst und so einen zweiten Eingriff zum Entfernen überflüssig macht. Sie hält weiches Zahnfleisch fern, bis der Knochen sich gebildet hat.

Roxolid (Titan-Zirkon-Legierung)

Prothetik & Material
Ein Verbundwerkstoff aus Titan und Zirkonoxid. Er ist fester als reines Titan und erlaubt dadurch schmalere und kürzere Implantate – eine Option bei sehr wenig Knochenangebot.

Sinuslift

Knochenaufbau
Anhebung des Kieferhöhlenbodens im Oberkiefer: Zwischen Kieferhöhle und Kieferkamm wird Knochenmaterial eingebracht, um Höhe für ein Implantat zu schaffen. Häufig nötig, wenn im Seitenzahnbereich des Oberkiefers zu wenig Knochen vorhanden ist.

Socket Preservation

Knochenaufbau
Maßnahme direkt nach einer Zahnentfernung: Das leere Zahnfach (Alveole) wird mit Knochenersatzmaterial gefüllt, damit der Kieferkamm nicht schrumpft. So bleibt genug Knochen für ein späteres Implantat erhalten.

Sofortimplantation

Chirurgie & Knochenaufbau
Setzen des Implantats unmittelbar nach der Zahnentfernung in derselben Sitzung. Spart einen Eingriff, ist aber nur bei ausreichend Knochen und entzündungsfreier Wunde möglich.

Spätimplantation

Chirurgie & Knochenaufbau
Implantation erst nach abgeschlossener Knochenheilung, meist mehrere Wochen bis Monate nach dem Zahnverlust. Oft die schonendere Planvariante mit vorherigem Knochenaufbau.

Suprakonstruktion

Prothetik & Material
Der sichtbare Zahnersatz auf dem Implantat – Krone, Brücke oder festsitzende Prothese. Sie wird auf das Abutment geschraubt oder zementiert.

Titan

Prothetik & Material
Das bewährte Metall für die meisten Implantate. Es ist körperverträglich, korrosionsbeständig und verbindet sich besonders zuverlässig mit dem Knochen.

Titanlegierung (Grade-5)

Prothetik & Material
Eine Mischung aus Titan mit kleinen Anteilen Aluminium und Vanadin. Sie ist fester als Reintitan und wird bei besonderen Belastungen, etwa schmalen Implantaten, eingesetzt – bei gleicher Körperverträglichkeit.

Xenogenes Knochenmaterial

Knochenaufbau
Knochenersatzmaterial tierischen Ursprungs, meist vom Rind. Nach aufwendiger Reinigung bleibt nur das mineralische Knochen­gerüst übrig, das als Leitstruktur für neuen Knochen dient. Es wird gut vertragen und ist Standard bei vielen Augmentationen.

Zirkonoxid

Prothetik & Material
Ein keramischer Hochleistungswerkstoff für Implantate und Abutments. Es ist metallfrei, körperverträglich und zahnoptisch – eine Alternative bei Wunsch nach metallfreier Versorgung.

Zweiteiliges Implantat

Prothetik & Material
Implantat aus zwei Teilen: der im Knochen verankerten Schraube und dem abnehmbaren Abutment. Diese Bauweise erlaubt flexible Prothetik und ist die häufigste Form – sowohl in Titan als auch in Keramik.

Dieses Glossar ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Behandlung für Sie sinnvoll ist, entscheidet ausschließlich Ihr behandelnder Zahnarzt oder Oralchirurg – auf Grundlage der klinischen Befunde.

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